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View an ABAP-Klasse binden
Jede View einer Mobile-Builder-App kann an eine ABAP-Klasse im SAP-Backend gebunden werden. Diese Klasse trägt die Anwendungslogik – Datenermittlung, Validierungen, Speichervorgänge, externe Aufrufe.
Üblich ist eine eigene Klasse pro View, sodass Logik und Bedienoberfläche eng verbunden bleiben und sich Apps modular weiterentwickeln lassen.
Klasse zuordnen
Selektieren Sie im Reiter App-Baum (View-Tree (App)) die View und wechseln Sie im Eigenschaften-Panel auf den Reiter Bindung. Dort tragen Sie in die View-Eigenschaft class den Namen der ABAP-Klasse ein – dieser Eintrag ist die Bindung.
Im Reiter Bindung stehen dazu drei Aktionen bereit:
| Aktion | Wirkung |
|---|---|
Backend Klasse generieren ![]() | Legt eine neue ABAP-Klasse mit dem in class eingetragenen Namen im Paket der Applikation an, inklusive der Standard-Methoden für die Mobile-Builder-Anbindung |
Verbindung zur Backend-Klasse prüfen ![]() | Prüft, ob die in class eingetragene Klasse existiert und die Mobile-Builder-Anbindung erfüllt – die Bindung selbst bleibt unverändert |
Backend Konstanten-Attribute generieren ![]() | Schreibt Konstanten-Attribute in die gebundene View-Klasse (siehe Konstanten-Attribute) |
Klasse generieren
Wenn Sie noch keine Klasse haben, lassen Sie eine erzeugen:
- Tragen Sie den gewünschten Klassennamen in die View-Eigenschaft
classein (z.B.ZCL_DEMO_LOGIN_VIEW) - Klicken Sie im Reiter Bindung auf Backend Klasse generieren
- Die Klasse wird im Paket der App angelegt; die View ist über
classbereits an sie gebunden
Die generierte Klasse erbt von der abstrakten Basisklasse /mobbuild/cl_request_base (Cloud: zmobbuild_cl_request_base) und redefiniert bereits on_pbo und on_pai.
Naming-Konvention
Empfohlen: Z<KUNDE>_<APP>_<VIEW> – z.B. ZHPC_ORDERS_DETAIL. So bleiben Klassen pro App eindeutig und im Repository übersichtlich gruppiert. In der S/4HANA Cloud muss der Name mit Z oder Y beginnen (max. 30 Zeichen).
Bestehende Klasse verbinden
Wenn die Klasse bereits existiert (etwa aus einem Template oder einer früheren App):
- Tragen Sie den Klassennamen in die View-Eigenschaft
classein - Klicken Sie im Reiter Bindung auf Verbindung zur Backend-Klasse prüfen
- Der Designer prüft, ob die Klasse existiert und von der Mobile-Builder-Basisklasse erbt
Schlägt die Prüfung fehl, prüfen Sie:
- Existiert die Klasse im System und ist sie aktiv?
- Erbt sie von
/mobbuild/cl_request_base(Cloud:zmobbuild_cl_request_base) und redefiniert sieon_pboundon_pai?
Klassenstruktur
Eine an eine View gebundene ABAP-Klasse enthält typischerweise:
| Bereich | Inhalt |
|---|---|
| Lifecycle-Methoden | on_pbo (Process Before Output – initialer Render der View), on_pai (Process After Input – Event-Verarbeitung) |
| Ereignis-Auswertung | on_pai wertet die Event-Schlüssel aus, die Sie im Reiter Ereignisse einer Komponente hinterlegen |
| Hilfsmethoden | Eigene private Methoden für interne Logik |
| Attribute | Instanzdaten, die zwischen Methoden geteilt werden |
Den Zugriff auf Frontend-Komponenten erhalten Sie über die Mobile-Builder-API (On-Prem / Cloud).
Mehrere Views, eine Klasse
Es ist möglich, eine ABAP-Klasse an mehrere Views zu binden – z.B. wenn ein gemeinsames Datenmodell oder gemeinsame Helper-Methoden geteilt werden. Empfohlen wird das nur für kleine Apps – sonst leiden Übersichtlichkeit und Trennung der Verantwortlichkeiten.
Klasse wechseln
Eine bereits zugeordnete Klasse tauschen Sie aus, indem Sie in der View-Eigenschaft class einen anderen Klassennamen eintragen – die Bindung gilt damit sofort. Mit Verbindung zur Backend-Klasse prüfen stellen Sie sicher, dass die neue Klasse existiert. Die Event-Schlüssel der Komponenten bleiben dabei erhalten – stellen Sie sicher, dass on_pai der neuen Klasse sie behandelt.
Nächste Schritte
- Event-Methoden – Event-Schlüssel in
on_paiauswerten - Konstanten-Attribute – typsichere
controlId-Referenzen erzeugen - Mobile-Builder-API (On-Prem / Cloud) – Frontend-Komponenten aus ABAP heraus ansprechen


