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Mobile-Builder-API

Innerhalb einer ABAP-Klasse, die an eine View gebunden ist, greifen Sie über die Mobile-Builder-API auf das Frontend zu: Sie lesen Werte aus Komponenten, setzen Properties, navigieren zwischen Views und zeigen Meldungen.

Methodensignatur und Klassennamen

Die exakten Methoden-Signaturen, Klassennamen und Importing-/Exporting-Parameter entnehmen Sie der ABAP-Klasse, die der Mobile Builder beim Generieren erzeugt. Die folgende Beschreibung dokumentiert den funktionalen Umfang der API – die genauen Aufrufe halten Sie sich aus dem generierten Code vor Augen.

Funktionsbereiche

BereichWas macht die API?
Properties lesen / setzenAktuelle Werte einer Komponente ermitteln oder verändern
Items setzenListen, Tabellen, ComboBoxen mit Daten füllen
NavigationWechsel zwischen Views der App
MeldungenToast, Strip oder Dialog anzeigen
Validierung auslösenValidatoren einer Eingabe-Komponente prüfen
Value-State setzenKomponente als Error, Warning, Success markieren
App-DatenAktuelle App-ID, View-ID, Sprache abfragen

Properties lesen und setzen

Über die API lesen Sie den Wert einer Komponente (z.B. den Inhalt eines Eingabefelds) oder schreiben einen neuen Wert. Üblich sind:

PropertyKomponentenBeispielzweck
valueInput, TextArea, StepInputEingabe lesen und auswerten
textLabel, Title, Button, TextAnzeigetext setzen
selectedCheckBox, RadioButton, SwitchStatus lesen / setzen
selectedKeyComboBox, SegmentedButtonAktuelle Auswahl lesen
enabledButton, Input, alle Eingabe-KomponentenKomponente sperren/freigeben
visiblealleKomponente ein-/ausblenden
busyView, ScrollContainerLade-Indikator anzeigen

Items setzen (Listen / Tabellen)

Listen-Komponenten füllen Sie mit einer Datenmenge. Übergeben werden Daten in tabellarischer Form. Für Table sind dabei zusätzlich die Spaltenbindungen relevant – diese vergeben Sie über das Eigenschaften-Panel oder pflegen sie als Items mit benannten Feldern.

Über die Navigations-API wechseln Sie zur Laufzeit von einer View in eine andere. Übergeben werden:

ParameterBedeutung
Ziel-ViewcontrolId der Ziel-View (z.B. detail)
KontextOptional – Daten, die der Ziel-View beim Öffnen zur Verfügung stehen sollen

Im Lifecycle-Hook on_pbo der Ziel-View greifen Sie auf den Kontext zu und initialisieren die View damit (z.B. Detail-Daten zu einer markierten ID nachladen).

Meldungen

Drei Varianten:

TypVerwendung
ToastKurze, nicht-blockierende Bestätigung (z.B. „Gespeichert")
MessageStripPersistente Hinweis-Leiste in der View (z.B. Validierungsfehler)
DialogModale Rückfrage (z.B. „Möchten Sie wirklich löschen?") mit Bestätigen / Abbrechen

Value-State / Validierung

Beim Setzen des Value-States markieren Sie eine Komponente farblich:

StateBedeutungUI-Effekt
NoneStandardKeine Markierung
InformationInfoBlau
SuccessErfolgGrün
WarningWarnungGelb
ErrorFehlerRot

Zusätzlich können Sie einen State-Text setzen, der als Tooltip oder Hilfetext angezeigt wird.

Validatoren (siehe Funktionen) erledigen einfache Prüfungen automatisch – die Backend-API ist für fachliche Validierungen, die nicht client-seitig entschieden werden können (z.B. „Ist die Bestellnummer im SAP-System bekannt?").

App-Daten

Über die API erfragen Sie Metadaten zur laufenden App:

InformationVerwendung
Aktuelle App-IDLogging, Audit
Aktuelle View-IDVerzweigungen je nach Quell-View
Aktive SpracheÜbersetzungen serverseitig laden
Aktuelle Mobile-Builder-VersionDiagnose

Beispielablauf

Typische Event-Methode für einen Login-Button:

  1. Eingabefelder lesen – Username und Passwort über get_property('value')
  2. Backend-Prüfung – ABAP-Logik gegen Benutzer-Tabelle
  3. Bei Erfolg – Toast „Willkommen", Navigation in die mainList-View
  4. Bei Fehlerset_value_state('Error') + State-Text auf den Eingabefeldern, Toast „Anmeldung fehlgeschlagen"

Hilfsmethoden in der gebundenen Klasse

Eigene Hilfsmethoden organisieren Sie wie üblich in privaten Methoden der View-Klasse oder in separaten Helper-Klassen. Die Mobile-Builder-API ist nur in den von außen aufgerufenen Methoden (Lifecycle, Events) garantiert verfügbar – innerhalb von Hilfsmethoden müssen Sie ggf. den API-Kontext durchreichen.

Nächste Schritte